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Forum "Café VH" - Fehlende Rechenwege Punktabzug
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Fehlende Rechenwege Punktabzug: Suche Argumente für Regel
Status: (Umfrage) Beendete Umfrage Status 
Datum: 12:01 Fr 11.10.2013
Autor: user291006

Hallo,

seit der Grundschule lernt man ja bekanntlich, dass es ohne nachvollziehbaren Rechenweg Punktabzug in Tests und Klausuren in Verbindung mit Rechenaufgaben gibt. In letzter Zeit habe damit leider arge Probleme und mehrfach einen ganzen Notenpunkt Abzug bekommen, weil ich vermeintlich simple Rechnungen wie z.B. a + b; a * b über Zeilen und Spalten in Tabellen hinweg  nicht gesondert aufgeschrieben habe. Man denkt halt nicht immer daran, wenn man gerade sehr tief im Stoff mit der Klausur beschäfigt ist, es alles schnell gehen muss und noch dazu überaus einfach erscheint. Wenn ich denn mal vergesse den Rechenweg hinzuschreiben, befinde ich mich interessanterweise oft auch in guter Gesellschaft.

Ich habe mal darüber nachgedacht warum es diese Regelung überhaupt gibt. Die meisten begründen das bekanntlich ja immer damit, dass man das Ergebnis ja auch hätte erraten können oder hätte abschreiben können. Ich finde dieses Argument zieht nicht.  Zum einen kommt es einem 6er im Lotto im gleich wenn ich vierstellige Zahlen mit 2 Nachkommastellen oder Ähnliches erraten würde. Zum anderen ist abschreiben vielleicht noch in der Schule möglich, aber spätestens an der Hochschule wird immer ausreichend Abstand zum Nachbarn gelassen, sodass abschreiben nahezu unmöglich ist  (und selbst wenn es möglich sein sollte, könnte man ja den Rechenweg ja auch mit abschreiben...).

Ich finde die Herangehensweise, ein richtiges Rechenergebnis ohne Rechenweg grundsätzlich sehr schlecht bzw. überhaupt nicht zu werten, verkehrt. Wenn ich ein Unternehmen gründe, wird ja auch nicht gesagt, jedes Unternehmen ist grundsätzlich verboten und im 2. Schritt wird geprüft, ob die Geschäftstätigkeit zu einer Kategorie gehört, welche erlaubt ist. Oder als anderen Beispiel im Sinne der Punktabzug für richtige Ergebnisse-ohne-Rechenweg-Regel: Wenn ich einen Supermarkt oder Modegeschäft betrete, werde ich ja auch nicht zuerst gefilzt und namentlich überprüft vom Ladendetektiv, weil jeder ja ein Ladendieb sein könnte. Stattdessen geht man doch immer vom guten im Menschen aus, nur eben nicht bei Mathematikklausuren...

Als "Vorhilfe", um solche in meinen Augen völlig unnötig verschenkten Punkte entgegenzutreten, hatte ich mir überlegt, so einen Art Standardsatz unter jede Matheklausur zu schreiben wie z.B. "Sofern sich aufgrund von fehlendem Rechenweg die Klausur um mehr als einen Notenpunkt verschlechtert, bitte die Arbeit mit 0 Punkten bewerten." Auf diese Weise könnte man die Klausur noch einmal neu schreiben und man müsste gar nicht zusätzlich lernen/üben. Es genügt ja den vorhandenen Wissensstand nocheinmal nachzuweisen, um eine im 2. Versuch bessere Note zu erzielen (es wird ja oft nur die bessere Note isoliert bewertet). Fraglich ist, ob so etwas zulässig ist, aber die Klausuraufgabenersteller geben ja oft auch zahlreiche Bearbeitungshinweise (ohne jedoch dabei auf den Rechenweg hinzuweisen).

Mich würde jedenfalls mal interessieren, was ihr denn so als Mathematikexperten von dieser Regel haltet und was für diese Regel spricht. Ich lasse mich gern von euch überzeugen, sofern die die Argumente stichhaltig sind.


        
Bezug
Fehlende Rechenwege Punktabzug: Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 12:29 Fr 11.10.2013
Autor: tobit09

Hallo user291006!


> Zum
> anderen ist abschreiben vielleicht noch in der Schule
> möglich, aber spätestens an der Hochschule wird immer
> ausreichend Abstand zum Nachbarn gelassen, sodass
> abschreiben nahezu unmöglich ist  (und selbst wenn es
> möglich sein sollte, könnte man ja den Rechenweg ja auch
> mit abschreiben...).

(Mir ist durchaus ein Fall bekannt, in dem jemand durch Abschreiben eine Hochschul-Klausur bestanden hat.)


> Als "Vorhilfe", um solche in meinen Augen völlig unnötig
> verschenkten Punkte entgegenzutreten, hatte ich mir
> überlegt, so einen Art Standardsatz unter jede
> Matheklausur zu schreiben wie z.B. "Sofern sich aufgrund
> von fehlendem Rechenweg die Klausur um mehr als einen
> Notenpunkt verschlechtert, bitte die Arbeit mit 0 Punkten
> bewerten." Auf diese Weise könnte man die Klausur noch
> einmal neu schreiben und man müsste gar nicht zusätzlich
> lernen/üben. Es genügt ja den vorhandenen Wissensstand
> nocheinmal nachzuweisen, um eine im 2. Versuch bessere Note
> zu erzielen (es wird ja oft nur die bessere Note isoliert
> bewertet). Fraglich ist, ob so etwas zulässig ist, aber
> die Klausuraufgabenersteller geben ja oft auch zahlreiche
> Bearbeitungshinweise (ohne jedoch dabei auf den Rechenweg
> hinzuweisen).

Besser wäre es natürlich, wenn explizit darauf hingewiesen würde, dass für volle Punktzahl auch vollständige Rechnungen/Beweise erforderlich sind. Bei meinen Klausuren wurde oft explizit darauf hingewiesen.

Ich habe auch schon von einer Klausur mitbekommen (Mathematik für Naturwissenschafter), in der explizit nur Endergebnisse verlangt waren. Das machte die Klausur sehr Korrektur-freundlich... ;-)


> Mich würde jedenfalls mal interessieren, was ihr denn so
> als Mathematikexperten von dieser Regel haltet und was für
> diese Regel spricht. Ich lasse mich gern von euch
> überzeugen, sofern die die Argumente stichhaltig sind.

Ich bin kein überzeugter Verfechter der Punktabzüge trotzt richtigen Endergebnisses, aber auch kein überzeugter Gegner davon. Ich finde es sollte jedenfalls vor der Klausur transparent sein, ob Rechnungen oder nur Endergebnisse verlangt sind.

Wenn manche Zwischenschritte notieren und andere nicht, könnten den Zwischenschritte-Notierern Fehler (insbesondere beim formal korrekten Aufschreiben der Überlegungen) bei den Zwischenschritten unterlaufen, die zu Punktabzügen führen, obwohl das Endergebnis stimmt. Die nur-Endergebnis-Notierer hätten, wenn sie keine Punktabzüge bekämen, so einen unfairen Vorteil gegenüber den Zwischenschritte-Notierern.

Zu umfassenden mathematischen Fähigkeiten gehört auch, Überlegungen sauber und für andere verständlich darstellen zu können. Diese Fähigkeiten lassen sich nicht anhand der Endergebnisse überprüfen.


Viele Grüße
Tobias

Bezug
        
Bezug
Fehlende Rechenwege Punktabzug: Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 12:16 Sa 12.10.2013
Autor: M.Rex

Hallo

> Hallo,

>

> seit der Grundschule lernt man ja bekanntlich, dass es ohne
> nachvollziehbaren Rechenweg Punktabzug in Tests und
> Klausuren in Verbindung mit Rechenaufgaben gibt. In letzter
> Zeit habe damit leider arge Probleme und mehrfach einen
> ganzen Notenpunkt Abzug bekommen, weil ich vermeintlich
> simple Rechnungen wie z.B. a + b; a * b über Zeilen und
> Spalten in Tabellen hinweg nicht gesondert aufgeschrieben
> habe. Man denkt halt nicht immer daran, wenn man gerade
> sehr tief im Stoff mit der Klausur beschäfigt ist, es
> alles schnell gehen muss und noch dazu überaus einfach
> erscheint. Wenn ich denn mal vergesse den Rechenweg
> hinzuschreiben, befinde ich mich interessanterweise oft
> auch in guter Gesellschaft.

>

> Ich habe mal darüber nachgedacht warum es diese Regelung
> überhaupt gibt. Die meisten begründen das bekanntlich ja
> immer damit, dass man das Ergebnis ja auch hätte erraten
> können oder hätte abschreiben können.

Ich denke, es geht in der Mathematik darum, die Wege kar und deutlich aufzuzeigen, und nicht, einen Taschenrechner zu bedienen. Daher finde ich persönlich es wesenltich sinnvoller, wenn man die Rechenwege sauber notiert. Denn nur dann lässt sich feststellen, ob der Prüfling das Thema verstanden hat.


>Ich finde dieses

> Argument zieht nicht. Zum einen kommt es einem 6er im
> Lotto im gleich wenn ich vierstellige Zahlen mit 2
> Nachkommastellen oder Ähnliches erraten würde. Zum
> anderen ist abschreiben vielleicht noch in der Schule
> möglich, aber spätestens an der Hochschule wird immer
> ausreichend Abstand zum Nachbarn gelassen, sodass
> abschreiben nahezu unmöglich ist (und selbst wenn es
> möglich sein sollte, könnte man ja den Rechenweg ja auch
> mit abschreiben...).

Den Fall hatten wir in der Tat im Grundstudium. Wir hatten eine Gruppenarbeit zu machen, und hatten einige, nicht fertige und z.T. falsche Überlegungen auf einem Zettel. Diesen haben wir dann "neben uns" auf einem Stapel zur späteren Entsorgung abgelgt. Zu unserer Überraschung fanden wir bei der Besprechung der Aufgabe dann bei einer anderen Gruppe diese falsche Lösung als "Abgabe", incl. unserer Rechtschreibfehler.

>

> Ich finde die Herangehensweise, ein richtiges
> Rechenergebnis ohne Rechenweg grundsätzlich sehr schlecht
> bzw. überhaupt nicht zu werten, verkehrt.

Sicher muss für die volle Punktzahl beides stimmen, Rechenweg und Ergebnis. Wenn du nur das Ergebnis hast, solltest du aber auch ein paar Punkte bekommen, meiner Meinung nach in etwa 40% der Punkte, wenn du den Rechenweg nicht angibst. So wurde das bei uns in der Uni meist gehalten, ca 60% der Punkte für den Rechenweg, und 40% für das korrekte Ergbnis.

Wenn ich ein

> Unternehmen gründe, wird ja auch nicht gesagt, jedes
> Unternehmen ist grundsätzlich verboten und im 2. Schritt
> wird geprüft, ob die Geschäftstätigkeit zu einer
> Kategorie gehört, welche erlaubt ist. Oder als anderen
> Beispiel im Sinne der Punktabzug für richtige
> Ergebnisse-ohne-Rechenweg-Regel: Wenn ich einen Supermarkt
> oder Modegeschäft betrete, werde ich ja auch nicht zuerst
> gefilzt und namentlich überprüft vom Ladendetektiv, weil
> jeder ja ein Ladendieb sein könnte. Stattdessen geht man
> doch immer vom guten im Menschen aus, nur eben nicht bei
> Mathematikklausuren...

Das würde ich so nicht sehen.

>

> Als "Vorhilfe", um solche in meinen Augen völlig unnötig
> verschenkten Punkte entgegenzutreten, hatte ich mir
> überlegt, so einen Art Standardsatz unter jede
> Matheklausur zu schreiben wie z.B. "Sofern sich aufgrund
> von fehlendem Rechenweg die Klausur um mehr als einen
> Notenpunkt verschlechtert, bitte die Arbeit mit 0 Punkten
> bewerten." Auf diese Weise könnte man die Klausur noch
> einmal neu schreiben und man müsste gar nicht zusätzlich
> lernen/üben. Es genügt ja den vorhandenen Wissensstand
> nocheinmal nachzuweisen, um eine im 2. Versuch bessere Note
> zu erzielen (es wird ja oft nur die bessere Note isoliert
> bewertet). Fraglich ist, ob so etwas zulässig ist, aber
> die Klausuraufgabenersteller geben ja oft auch zahlreiche
> Bearbeitungshinweise (ohne jedoch dabei auf den Rechenweg
> hinzuweisen).

>

> Mich würde jedenfalls mal interessieren, was ihr denn so
> als Mathematikexperten von dieser Regel haltet und was für
> diese Regel spricht. Ich lasse mich gern von euch
> überzeugen, sofern die die Argumente stichhaltig sind.

>

Marius

Bezug
        
Bezug
Fehlende Rechenwege Punktabzug: Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 19:16 Sa 12.10.2013
Autor: leduart

Hallo
Deine Angaben a+b, a*b fehlend sind so unpräzise, dass ich nicht sagen kann, ob der Punkteabzug richtig ist oder nicht.
Wenn das Wesentliche der Weg ist, und das Ergebnis Nebensache, da eh mit dem TR bestimmt , ist Punktabzug berechtigt, Wenn eine zu dem Wissensstand selbverständlicher
Zwischenschritt "im Kopf" übersprungen wird ist Punktabzug nicht sehr berechtigt.
Immer berechtigt ist er, wenn vor der Klausur darauf hingewiesen wird, dass voll bewertet nur wird, wenn der Rechenweg deutlich angegeben ist.
Die Regeln - und die Zeit- sind ja für alle Teilnehmer gleich, wenn einer z.B zufällig die Aufgabe bei seiner Vorbereitung mal gesehen hat, kann er das Ergebnis auswendig wissen, ohne den Weg zu kennen. Und dass nicht gepfuscht wird- soweit irgend technisch möglich- ist eine Sage .
Dagegen ist es sicher eine Möglichkeit , zu bitten eine schlechte Klausur wie eine nicht bestandene zu werten und neu zu schreiben, Wend dich einfach an den Dozenten. (nicht als dein Nachsatz unter der Klausur)
Aber wenn du glaubst dann die Zwischenschritte schreiben zu können, warum dann nicht gleich?
Deine Bsp. aus anderen Lebensbereichen hinken, z.B bei jeder Bewerbung fallen viele möglicherweise gute Kandidaten aus der engeren Auswahl wegen formale Mängel!
in manchen Läden werden - am Ausgang- willkürlich einige Leute überprüft, in USA verbreiteter als hier. Nicht jeder Unternehmer glaubt an das Gute im Menschen, warum gäbe es sonst Stechuhren?

Gruss leduart


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